Bild im Blogartikel "Mode-, Stil-, und Figurbotschaften""

Was geht mich das an – Modebotschaften

Um Modebotschaften interessant und wirksam zu vermitteln braucht es den „Schönen Schein“ viel Illusion und wenig Realität. Der „Schöne Schein“ wird von Profis arrangiert. Sei also auf der Suche nach modischer Inspiration auf einen Mix aus Faszination und Irritation, makellosen Körpern und einem Top-Styling gefasst.

Dieser Mix ist die Modebotschaft, die Sendung für dich, von der du das annimmst was dir nutzt. Dazu sollst du wissen, dass jede Modebotschaft aus einer Stilbotschaft (für alle) und einer Figurbotschaft (für die mit derselben Figur) besteht. Interessant für dich ist die Stilbotschaft.

Die Figurbotschaft, festgelegt auf den einen Körper, die eine Körperlänge und die eine Konfektionsgröße nutzt dir nur, wenn du die gleiche Figur hast. Wenn nicht ignorierst du sie besser. Die Figurbotschaft vertritt nämlich den aktuell für perfekt erklärten Körper und nicht Durchschnittsmaße und auch nicht Figurtyp 1 oder Figurtyp 2. (Es sei denn, die werden gerade als aktuell perfekt erklärt.)

Die Stilbotschaft dagegen ist für dich eine nützliche Inspirationsquelle. Aber, du ahnst es schon, abgesehen von der meist wunderbar unrealistischen Inszenierung, enthält auch die Stilbotschaft für dich Passendes und Unpassendes gleichzeitig. Kleiderschnitt, Stoff, Farbe, Muster, Accessoires selten ist alles „wie für dich gemacht“. Was „wie für dich gemacht“ ist, sagt dir dein Gefühl, deine Erfahrung und Passt prima!.

Bleibt also der „Schöne Schein“, der Charakter der Modebotschaft an dir erhalten, wenn du die Figurbotschaft ignorierst und auch von der Stilbotschaft nicht alles umsetzbar ist?

Bild mit buntgemustertem Kleid mit Gürtel

Bei diesem Kleid ist der für dich umsetzbare Teil der Stilbotschaft das schmucke Blumenwiese-Muster, die leuchtenden Farben und der fließende Stoff. Das exprimentelle Umfeld könntest du zum Beispiel auf Schuhe beziehen, die originell (Cowboystiefel, Sneaker) und nicht schick, bzw. adrett (Pumps, Ballerinas) sein sollten.

Das „Unpassende“ findet sich meistens unter den Schnittdetails der Stilbotschaft. Schnittdetails nehmen Einfluss auf deine Proportionen können für dich vorteilhaft oder unvorteilhaft sein. Ob also die auffälligen Ärmel, der sehr halsnahe Ausschnitt und die betont schmale Taille zu dir passen musst du entscheiden.

Denk´ dich dazu mit deinem Oberkörper, deinem Hals und deiner Taille in das Kleid. Sei dabei ehrlich. Fühlt sich der Gedanke richtig an, bleibt der Charakter des Kleides auch an deiner Figur erhalten? Wenn ja, nimmst du das Kleid und wirst es nicht bereuen. Wenn nicht, hast du einen Fehlkauf vermieden, Geld gespart und an der nächsten Ecke wartet, vielleicht sogar gerade im „ANGEBOT“ dein echtes Lieblingsteil.

Zeichnung 1 und Zeichnung 2 zeigen je eine Modefigurine

Besonders detaillierte Modebotschaften findest du auf Schnittmusterbögen. Passen die Details zu dir, zu deinem Figurtyp, finden wir es an zwei Beispielen heraus.

Grundsätzlich vertritt die Figurbotschaft der „Modefigurine“ auf Schnittmustern genausowenig wie Models, It-Girls oder Schaufensterpupen reale Figurtypen. Sie perfektioniert die Modebotschaft. Wie das Outfit an dir aussieht, musst du selbst herausfinden.

Dazu nimmst du die Stilbotschaft unter die Lupe. Die Weste (Zeichnung 2) endet auf der Hüfte hat den größeren Anteil an der Gesamtlänge Kleides. Der erste Knopf sitzt unterhalb der Taille, das ist ein Blickfang. Die lange Weste betont so die Hüfte, verlängert und verschmälert den Oberkörper. Das passt sicher nicht zu Figurtyp1.

An Figurtyp1 würde diese Kombination aus Kleid und Weste (Zeichnung 2) ihren Charakter verlieren, ganz anders aussehen als dargestellt. Lediglich die natürliche, legere Art, den fließenden Stoff und das Zitronengelb könnte Figurtyp1 als Inspiration mitnehmen, das Schnittmuster zum Kleid aber bestimmt nicht.

Wie sieht es mit der Stilbotschaft auf Zeichnung 1 aus? Einzig der halsnahe Ausschnitt passt nicht zu jeder Figur. Wiener Naht, ausgestellter Rock, Knielänge, alles sehr figurkompatible Schnittdetails.

Wenn du bei Passt prima! deine Silhouetten gecheckt hast wirst du wissen: Das passt für alle Figurtypen und besonders gut für Figurtyp1. Unabhängig von der Figurbotschaft „Modefigurine“ (langgestreckte Figur und sehr lange Beine bei kleiner Konfektionsgröße) kannst du davon ausgehen, dass das Kleid an deiner Figur seinen Charakter nicht verlieren wird.

Jetzt kommt es nur noch darauf an, ob du den Stil leiden kannst oder nicht. Das Verspielte, die Farbe, die Schlitze und das extravagante Ärmeldesign sind Details, die dir gefallen müssen und letztlich darüber entscheiden, ob du das Kleid tragen wirst oder nicht.

Grafik mit Ideal-, Standard- und Modefigurine mit Achterteilung

Was das Umsetzbare an Stilbotschaften ist und wie du davon profitierst haben wir  geklärt. Was das Irritierende an Figurbotschaften ist, möchte ich dir anhand dieser Grafik zeigen.

Die Figurbotschaften von Schaufensterpuppen, Modefigurinen und Models stehen nicht für reale Figurtypen sondern für optimale Outfitpräsentation. Deshalb entsprechen die Proportionen der Modefigurine -und das zeigt die Grafik- weder der nach der klassischen Achterteilung gebauten Idealfigurine, noch der nach Maßen der Konfektionsgröße 38 konstruierten Standardfigurine.

Die Modefigurine hat sehr lange Beine, einen verhältnismäßig kurzen Oberkörper bei insgesamt extrem schmalem, aber langgestreckten Körperbau. Das wirkt künstlich aber Kleidung sieht an diesen Proportionen immer optimal aus.

Harmonisch und im klassischen Sinne „schön“ sind die Proportionen der Idealfigurine. Sie gründen auf Proportionsmessungen der griechischen Antike. Wenn die „Achterteilung“ auf Kleiderproportionen übertragen wird ergeben sich bis heute Regeln für vorteilhafte, harmonische Outfitkombinationen.

Die Standardfigurine, (konstruiert nach Körpermaßen realer Frauen) kommt deinen Proportionen am nächsten und vertritt deshalb hier im Blog den harmonisch proportionierten Körper. Die Kleidersilhouetten und den Proportionsausgleich beim Gratiskurs Passt prima! zeige ich dir auf „Models“ mit deinem Figurtyp. Du kannst also sowohl die Figur- als auch die Stilbotschaft auf dich beziehen.

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