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Passt prima! Kleidersilhouetten für Figurtyp1 (Gratiskurs Schritt 2 von 4)

Als Figurtyp1 musst du damit rechnen, dass dir Kleidung von der Stange nicht grundsätzlich passt. Beim Kleider kaufen brauchst du „Fingerspitzengefühl“ und das bekommst du hier. Silhouetten die sich rund um die Taille formieren kannst du in allen Variationen tragen. Deine Hüfte, die breiter als beim Standardfigurtyp ist, prägt die Silhouette deiner Rumpfform.  Deine Kleider müssen der Hüftform gerecht werden ohne sie herauszustellen.

Die Figurtyp1-Figurine, auf der ich deine Silhouettenauswahl zeige hat, wie du, unterschiedliche Konfektionsgrößen für Oberteile (38) und für Röcke und Hosen (42). Sie ist 1,68m groß. Jede Kleidersilhouette steht für Kleider und Kombinationen aus unterschiedlichen Stoffen und in verschiedenen Stilen. So kann die X-Sihouette ein Cocktailkleid, ein Vintage-Kleid im Stil der 50er oder ein sportives Minikleid im Skaterstil sein .

Die grüne Ampel heißt: Diese Silhouette ist für dich bedenkenlos vorteilhaft.

Die grün-gelbe Ampel heißt: Diese Silhouette kannst du unter den beschriebenen Voraussetzungen tragen. Sie passt dir, wenn deine Figur nicht wesentlich von der Figurtyp1-Figurine (mit Konfektionsgröße 38 für Oberteile und 42 für Hosen und Röcke) abweicht. Bist du Figurtyp1a lies bitte zusätzlich unter „Passt prima! Deine Proportionen … “ den Abschnitt „Breite Hüfte, kräftige Oberschenkel“.

Dort findest du auch Rat wenn du viel kleiner bist, schmale Schultern oder andere Figurprobleme hast.

Behutsam taillieren und strecken mit Längsnähten

Ein Hoch auf alle Prinzessnähte! Sie teilen deine Kleider in drei Längspartien, das streckt die Figur und schmälert die Hüftbreite. Ob die Längsnähte deutlich als Linien sichtbar sind oder nur unsichtbar zur Silhouettenkontur beitragen, hängt von der Art des Stoffes und der Verarbeitung ab. Auf den Abbildungen siehst du Längsnähte wie sie sich auf formstabilem, unifarbenem Stoff zeigen würden. Durch Absteppen oder Farbkontraste kann die aufteilende, streckende Wirkung der Nähte noch hervorgehoben werden. Wie vorteilhaft die Längsnähte deine Figur teilen und strecken hängt außerdem von ihrem Verlauf und ihrer Position ab.

Die Prinzesslinien-Silhouette ist der Schlüssel zu einem wichtigen Teil deiner Garderobe und findet sich mit Sicherheit bei deinen Businessblazern, aber auch bei Alltags- und Sommerkleidern.

Beim „Prinzesskleid“, dem Paradebeispiel für diese Silhouette, gehen Brust- und Taillenabnäher in die „Englische Naht“ ein, so heißen die Längsnähte, die von der Schulter bis zum Saum verlaufen. Das verfeinert deine Figur ohne die Taille zu markieren. und ist auch vorteilhaft bei nicht mehr eindeutig sichtbarer Taille (Figurtyp1a).

Grafik zur Prinzess-Linien-Silhouette mit Wiener Naht. Zwei im Bogen aus dem Armausschnitt kommende, senkrecht bis zum Saum verlaufende Nähte auf knielangem Kleid mit ausgestelltem Rockteil.

Die Prinzess-Linien-Silhouette ergibt sich auch mit der Wiener Naht. Sie kommt bogenfömig aus dem Armausschnitt das betont die Brust und passt gut zu horizontalen Ausschnittformen.

Grafik zur zweiteiligen Prinzess-Linien-Silhouette. Taillierter, hüftkurzer Blazer mit Wiener Naht zu schmalem, knielangem Kostümrock.

Für Geschäftskleider und Blazer sind Wiener- oder Englische Naht ebenfalls eine sehr gute Wahl. In gedeckten, dunklen Farben sind Prinzessnähte als Blickfang zweitrangig, meistens sogar unsichtbar. Aber unersetzlich sind sie, wenn es darum geht den Rundungen deines Figurtyp1 / Figurtyp1a gerecht zu werden.

Verlaufen die Seitennähte von Kleid bzw. Rock ab der Taille gerade wirkt das gegenüber ausgestellten Seitennähten formeller und korrekter.

Grafik zur Flankennaht-Silhouette. Schmale eigesetzte Streifen anstelle der Seitennaht an knielangem Kleid mit ausgestelltem Rockteil.

Informell und dynamisch. Die Flankennaht ersetzt die Seitennaht, bleibt deshalb streifenähnlich schmal und wirkt sportiv. Bist du Figurty1a kann der Flankenstreifen zum Saum hin breiter werden und sollte insgesamt nicht zu schmal sein.

Taille zeigen

Unabhängig davon ob du mehr oder weniger Taille hast, als Figurtyp1 solltest du jede schnittechnische Möglichkeit Kleider „auf Taille“ zu bringen kennen und nutzen.

Die klare und feminine X-Silhouette bietet sich an wenn du deine schmale Taille zeigen möchtest. X-Silhouettenkleider sind an der Taillennaht so körpernah bemessen, dass ein Reißverschluss unverzichtbar ist, sonst würdest du das Kleid nicht anziehen können. Ob dir X-Silhouetten-Kleider gefallen hängt übrigens auch von deinem Stil ab, denn sie gelten in allen Varianten als sehr weiblich und ausgesprochen feminin.

Grafik zur X-Silhouette. Die horizontal und sehr körpernah verlaufende Taillenaht verbindet das trapezförmige Oberteil mit dem trapezförmigen Rockteil.

Der schulterbetonte obere Teil und der saumerweiterte Rock treffen horizontal in der Körpermitte aufeinander, sind dort zusammengenäht. Das ist die Taillennaht, ein Blickfang, deine Gürtellinie und das Erkennungszeichen der X-Silhouette. In so klarer Form und mit flach angesetztem Rockteil ist diese X-Silhouette auch im Businesskontext perfekt.

Grafik zur X-Silhouette mit weitem Rock. Die horizontal und sehr körpernah verlaufende Taillenaht verbindet Oberteil und Rockteil, beide fallen fließend.

Aus fließenden Stoffen ergibt sich für dich diese aparte Variante der X-Silhouette. Das natürliche Falten werfende Rockteil unterstützt den Eindruck der schmalen Taille, umspielt geschmeidig deine Hüfte und sorgt für ausgesprochen gute Proportionen. Die vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten machen diese Silhouette für dich zusätzlich attraktiv.

Feminines Kleid in bunten und gemusterten Stoffen, businesslike in gedeckt und einfarbig, Sommerkleid aus bunten, leichten Stoffen. Und wenn du willst auch sportlich als minikurzes Skaterkleid.

Bild zur X-Silhouette. Kleid mit weit ausschwingendem Rock und schmaler betonter Taille.

Die Cocktail-Variante der X-Silhouette arbeitet mit der waagerecht auf Taillenhöhe verlaufenden Naht deine Taille explizit heraus und sorgt damit in deiner Körpermitte für konkrete, nichts beschönigende Verhältnisse. Wenn das für dich ok ist, sind dir bewundernde Blicke sicher. An deine Hüfte brauchst du bei dieser Silhouette keinen Gedanken zu verschwenden, sie wird unter dem bauschigen Rock zur unsichtbaren Nebensache.

Taillenvariationen

Grafik zur Sanduhr-Silhouette. Körpernah auf Taille gegürtet oder zusammengezurrtes, sonst lockeres Kleid.

Für die Sanduhr-Silhouette gürtest du die Stoffmenge, die sich bei losen, trapezförmigen Kleidern rund um die Taille ergibt zusammen. Das trägt zwar etwas auf, sieht aber in feinen Stoffen und mit weitem Saum der auch bogenförmig, asymmetrisch oder gezipfelt sein kann, unkompliziert und wunderschön aus.

Grafik zur Empire-Silhouette. Die horizontale Empire-Naht unter der Brust teilt das Kleid in einen sehr kurzen, schmalen oberen und einen lockeren, langen unteren Teil.

Die Empire-Silhouette mit Quernaht unterhalb der Brust überspielt problemlos deine natürliche Taille, deine Hüfte und deine Oberschenkel. Abgesehen von der mädchenhaften Attitüde, der du mit unifarbenen oder klassisch gemusterten Stoffen vorbeugen kannst, entspricht der feminine Stil deinem Figurtyp1 / Figurtyp1a. Die Empirenaht muß oberhalb deiner natürlichen Taille liegen, aber sie muss nicht direkt unter der Brust liegen, wichtig ist nur, dass das ansetztende Rockteil mindestens doppelt so lang ist wie der obere Teil. Oft ist das Rockteil an der Empirenaht zusammengerafft, das trägt auf. Ideal besonders für Figurtyp1a wäre, wenn das Rockteil vorne an der Empirenaht flach ansetzt und glatt fällt ohne an Hüfte und Gesäß aufzusitzen oder anzuhaften.

Grafik zur Schößchen-Silhouette. Horizontal unterhalb der Taille angesetzter Volant über enganliegendem Rock.

Die Schößchen-Silhouette feiert deine Rundungen mit schönen Bögen und üppigen Volants. Sie ist eine der wenigen Silhouetten bei der eine etwas nach unten versetzte Taillenlinie erlaubt ist, aber auch nur, wenn das Oberteil deutlich deine Taille formt. Du kannst bedenkenlos einen schmalen Rock kombinieren und sicher sein, dass der weite Schößchensaum deine Hüftform austrickst.

Unentbehrlich und vielseitig

Wenn du dich beim shoppen auf die A-Silhouette fokussierst bist du auf der sicheren Seite und wirst bestimmt Lieblingsteile an Land ziehen. Ausgehend von schmalen Schultern erweitert sich die Kontur der A-Silhouette zum Saum hin und lässt Taille, Bauch und Oberschenkel verschwinden. Das ist so ideal und easy, dass es gefühlt unendlich viele Variationen gibt, die du jetzt alle entdecken wirst. Es lohnt sich trotzdem genauer hinzusehen.

Grafik zur A-Silhouette. An den Schultern schmales, dann aber an den Seitennähten A-förmig weiter werdendes Kleid.

Die moderat schmalen Modelle der A-Silhouette sind sogar businesstauglich. Alles ist gut, wenn dein Oberkörper schmaler als deine Hüften ist.

Grafik zur A-Silhouette mit horizontaler Naht. Die oberhalb der Taille sitzende waagerechte Naht teilt das A-förmig weiter werdendes Kleid in einen kurzen oberen und einen langen unteren Bereich..

Achte auch auf Quernähte oder Farbteilungen oberhalb der Taille. Der längere untere Teil streckt optisch. Nichts engt dich ein. Der Bereich Beine bis Taille erscheint länger, was besonders vorteilhaft ist, wenn du einen langen Oberkörper und kurze Beine hast. Achtung wenn du klein und mollig bist dann kann die horizontale Naht ungünstig sein.

Grafik zur Zelt-Silhouette. An den Schultern betont schmales, dann aber rundum großzügig ausgestelltes Kleid.

Das „Zelt“ ist die coole oversized Variante der A-Silhouette. Die Zeltsilhouette lädt bezüglich der Saumweite gegenüber den moderaten A-Silhouetten um einiges weiter aus. Entweder durch rundum saumwärts zunehmende Stoffülle oder durch einen üppigen Saumvolant. Dabei liegt die Zelt-Silhouette am Oberkörper eng an, ist meist kielang und alles in allem besonders informell und stylish.  Nur wenn du klein bist musst du auf Länge und Volumen achten, es darf dich nicht optisch erdücken.

Über kurz oder lang

Grafik zur zweiteiligen A-Silhouette. An den Schultern schmales, dann ausschwingesndes Oberteil zu engem Rock.

Hauptattraktion bei der zweiteiligen A-Silhouette ist der Oberteilsaum. Egal ob Vokuhila, Zipfel oder gerade, wichtig ist, dass der Saum locker um die Hüfte schwingt. Hier ist nur dein schmaler Oberkörper gefragt, Taille und Bauch sind aus dem Blickfeld, spielen keine Rolle.

Grafik zur Breit-Schmal-Silhouette. Taillenkurzes, breites Oberteil zu engem Rock.

Bei der Breit-Schmal-Silhouette ist deine Taille wieder gefragt. Das breite, gerade Oberteil sollte nur knapp taillenlang sein damit die Silhouette ihren Schick behält. Die Taille musst du „zeigen“, wieviel Bein du zeigen willst bestimmst du selber.

Materialkontraste können aus der einfachen Kombination deinen besonderen Auftritt machen. Zum Beispiel ein voluminöser, heller Strickpulli zum dunklen Velourlederrock oder zum engen Plisseerock.

Smart und casual

Grafik zur Body-Silhouette. Knielanges Kleid mit ausgestelltem Rockteil in Form eines locker sitzenden, taillierten T-Shirts.

Was könnte bequemer sein als dein Jogginganzug in Kleiderform. Einzige Bedingung: Ein antaillierter Schnitt. Aber dann, einfach überziehen, kein knittern, kein kneifen, kein zurecht rücken. Easy wear & Easy care verdankst du der anpassungsfähigen Maschenware und der zweckoptimierten Verarbeitung ohne Reißverschluss und Abnäher. Wenn du aparte Strümpfe und Stiefeletten kombinierst hast du sogar eine Ausgehmontur,  mit Kapuze ein Athleisure-Kleid, besser geht´s nicht.

Grafik zur Psi-Silhouette. Volumiges Oberteil in der Taille zusammengezogen. Enger Rock.

Die Psi-Silhouette ist erstaunlich unkompliziert. Vielleicht empfindest du den Kontrast zwischen Hüfte in engem Rock oder Hose und Oberkörper in loser, volumiger Bluse sogar als Entdeckung. Bei der Psi-Silhouette geht es um das Oberteil. Die Bluse aus füllig viel, aber leichtem Stoff ist mindestens auf Hüfthöhe zusammengerafft. So führt sie ihr volatiles Eigenleben rund um deinen Oberkörper und stellt damit Hüfte und Oberschenkel in den Schatten.

Experimentell

Grafik zur O-Silhouette. Am Oberkörper noch schmal, dann viel Volumen das am Saum zusammengezogen wird.

Jenseits von Taille, Bauch und Oberkörper macht die O-Silhouette Furore. Sie kümmert sich nicht um deine Figur, sie feiert sich selbst. Als Kleid verlangt sie von dir nichts. (Vielleicht solltest du nicht zu klein sein.) Uni und in seriösem Stoff wirk die O-Silhouette am überzeugendsten und kommt so auch als Businesskleid in Betracht.

Clever geteilt

Am Anfang habe ich dir die klassisch symmetrischen Prinzess-Linien-Silhouetten vorgestellt, jetzt möchte ich die Aufzählung mit der erfrischend eigenwilligen Asymmetrie-Silhouette beschließen.

Grafik zur Asymmetrie-Silhouette. Kleid mit diagonal geteiltem Rock.

Für deinen Figurtyp1 ist jede von der Taille zum Saum verlaufende Auflockerung der Kleiderfront günstig. Die Längsteilung dieser Asymmertie-Silhouette reduziert deine Hüftbreite und verfeinert deine Figur. Für Figurtyp1a ist die Variante mit durchgehender Längsteilung vorteilhafter.

Grafik zur Asymmetrie-Silhouette. Diagonal von Schulter bis Saum geteiltes Kleid.
Die beiden unterschiedlich geformten Längspartien der Asymmetrie-Silhouette ergeben sich aus den zwei übereinanderliegenden Vorderteilen. Während alle Blicke auf der Suche nach Symmetrie versuchen die „schrägen“ Linien einzuordnen, bleiben kleine Unregelmäßigkeiten deiner Figur unentdeckt.

Mit diesem kleinen Ablenkungsmanöver beschließe ich die Auswahl deiner Kleidersilhouetten. Mehr Tipps und Tricks wie du deinen Figurtyp1 / Figurtyp 1a ins rechte Licht setzt findest du unter Passt prima! Deine Proportionen und wie du sie ausgleichst.

 

Viel Spaß beim Auswählen und Entdecken wünscht dir deine Passt prima!-Expertin

Meine Unterschrift Ina

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