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Passt prima! Kleidersilhouetten für Figurtyp2 (Gratiskurs Schritt 2 von 4)

Als Figurtyp2 wirst du mit Recht behaupten, dass du ein Hosentyp bist, aber glaub´ mir, genauso gut kannst du Kleider und Röcke tragen. Dein signifikanterer Oberkörper bestimmt die gerade bzw. V-förmige Silhouette deiner Rumpfform. Dazu passen gerade geschnittene Kleidersilhouetten die deinen Oberkörper nicht zusätzlich betonen. Dazu passt auch die Tatsache, dass an deinen wenig ausgeprägten Hüften sogar die einfachsten Hosen- und Rockschnitte gut aussehen.

Auf einer Figurtyp2-Figurine schlage ich dir vorteilhafte Kleidersilhouetten und Hinweise zur Lösung kleinerer Figurprobleme vor. Die Figurine ist 1,68m groß und hat wie du, unterschiedliche Konfektionsgrößen für Oberteile (42) und für Hosen und Röcke (38).

Jede Kleidersilhouette repräsentiert eine zweidimensionale Outfitgrundform, die sich aus verschiedenen Kleidern oder Kombinationen ergeben kann. Zum Beispiel steht die zweidimensionale Grundform der Y-Silhouette für den sachlichen Power-Dress-Look der 80er genauso wie für eine klassische Kombination aus tiefausgeschnittener Reversbluse zum schmalen Kastenrock oder für glamourösen Heldinnen-Look in Glanz und Gloria.

  • Grüne Ampel: Diese Silhouette ist für dich bedenkenlos vorteilhaft.
  • Grün-gelbe Ampel: Diese Silhouette kannst du unter den beschriebenen Voraussetzungen tragen. Sie ist für dich interessant wenn dir ihre Eigenheiten nicht im Wege sind. Sie passt dir, wenn deine Figur nicht wesentlich von der Figurtyp2-Figurine (mit Konfektionsgröße 42 für Oberteile und 38 für Hosen und Röcke) abweicht.

Bist du Figurtyp2a lies bitte zusätzlich unter „Passt prima! Deine Proportionen … “ den Abschnitt „Breiter kräftiger Körperbau“. Dort findest du auch Rat, wenn du viel kleiner bist, einen kräftigen Oberkörper oder andere Figurprobleme hast.

Deine Figur, deine Silhouette

Besonders unkompliziert sind für dich Outfits mit zum Saum hin konisch verlaufender Silhouette. Sie folgen deiner Rumpfform, sie strecken und modellieren deine Figur vorteilhaft. Die V-Silhouette kannst du uneingeschränkt in allen Konfektionsgrößen tragen.

Grafik zu V-Silhouette. Zum Saum hin V-förmig zulaufendes, knielanges Kleid.

Wie keine andere repräsentiert die V-Silhouette deinen Figurtyp2. Ausschnitt und Saum sind im Fokus, Bauch und Taille spielen keine Rolle. Egal ob sportiv aus Jersey oder klassisch aus gewebtem Stoff (mit Reißverschluss und Abnähern) in dieser Silhouette verbuchst du garantiert Bestnoten für Stil und Figur.

Grafik zu zweiteiliger V-Silhouette. Longblazer in V-Form mit einem Knopf auf Hüfthöhe zu schmalem Kostümrock.

Das gilt genauso für dein Bürokostüm. Langgezogen und tubenförmig, so sieht dein formvollendeter Businessblazer aus. Ideal wenn der Rock bzw. die Hose die schmaler werdende Linie des „V“ beibehalten.

Grafik zur Y-Silhouette. Y-förmiges Oberteil mit V-Ausschnitt und schmal zulaufendem Rockteil.

Für die Betonung der Schultern brauchst du keine extra Polster. Deine Y-Silhouette charakterisiert der spitze, tiefe Ausschnitt, der durch die Naht in der vorderen Mitte optisch noch verlängert wird. Das teilt und reduziert die Breite des Oberteils. Die Horizontale auf der Hüfte kann eine Naht, eine Colorblocking-Linie oder die untere Kante des Oberteils sein. Der untere Teil ist körpernah geschnitten oder ein schmaler Bleistift- oder Schlauchrock.

Stilistisch hast du die Wahl zwischen dem sachlichen Power-Dress-Look der 80er, einer klassischen Kombination aus tiefausgeschnittener Reversbluse in schmalem Kastenrock oder  glamourös in Glanz und Glitzer.

Slim-Line

Grafik zur I-Silhouette. Gleichmäßig gerades, sehr schmales kniekurzes Kleid.

Im Wesentlichen entspricht das „I“ deinem Figurtyp2. Nur dein Oberkörper darf nicht zu kräftig sein, da die Kleider dieser Silhouette meist ärmellos sind. Einen vertikalen Ausschnitt solltest du dem für diesen Kleidertyp sonst üblichen horizontalen Ausschnitt vorziehen. Mit der I-Silhouette hättest du elegante bis klassisch sportive Kleider im Schrank die mehr gepflegt als leger wirken. Eine gute Wahl, vor allem auch im Businesskontext.

Grafik zur Body-Silhouette. Knielanges Kleid in Form eines locker sitzenden, leicht antaillierten T-Shirts.

Hier bestimmt das Material die Silhouette. Jersey formt deine Linie und gleicht kleine Figurprobleme einfach aus. Die nicht hauteng sondern nur körpernah geschnittene Body-Silhouette ist deshalb in allen Konfektionsgrößen eine pfiffige Lösung. Das zum Kleid bzw. Longshirt verlängerte BASIC-Shirt ist die Grundlage für die äußerst komfortable Body-Silhouette.

Vorteilhaft sind dunkle, gedeckt farbige oder gemusterte Jerseystoffe, weiße, helle Farben tragen auf und zeichnen nach.

Slim-Line „basic“ mit Prinzessnähten

Prinzess-Linien-Silhouetten können für alle Figurtypen passend gemacht werden. Für dich ist die Englische Naht interessant. Kleider, aufgeteilt in drei Längspartien nehmen deinem  Oberkörper die Präsenz, deuten sanft eine Taille an, überspielen kleine Pölsterchen in der Körpermitte. Du erscheinst schmaler und länger.

Hier wird der Länge nach geteilt! Das ist vor allem bei größeren Konfektionsgrößen vorteilhaft. Die Prinzess-Linien-Silhouette ist ein Alleskönner nicht nur für Kleider und Blusen, auch für Blazer, Jacken, Mäntel.

Drei Vorschläge für deinen Figurtyp2: Ein klassisches Etuikleid mit schmalem Rockteil, ein elegantes figurbetontes Sommerkleid mit geometrischem Muster oder ein Athleisure-Kleid („Athletik“ für sportlich und „Leisure“ für Freizeit) bei dem die Teilungsnähte mit Paspelstreifen hervorgehoben sind.

Grafik zur Prinzess-Linien-Silhouette mit Englischer Naht. Zwei senkrechte Nähte von Schulter bis Saum auf schmalem, knielangem Kleid.

Für dich verläuft die optimale Nahtlinienführung ab Schultermitte relativ gerade bzw. zum Saum hin schmaler werdend. Die zwei vertikalen Nähte machen nicht nur schlank, sondern bringen auch einen „kleinen Anflug von Taille“ in deine Silhouette.

Slim-Line „informell“

Das sind schmale Kleider bei denen die schlanke Linie aufgelockert wird durch lose, schmückende Details oder Volants am Saum, am Ausschnitt oder diagonal über das Kleid.

Grafik zur Meerjungfrau-Silhouette. Bis auf Oberschenkelhöhe schmales Kleid dann ausschwingender Volant.

Hättest du gedacht, dass du so attraktive Kleider zur Auswahl hast? Die Meerjungfrau-Silhouette ist ausgesprochen feminin, sowohl in der eleganten festlichen Variante als auch etwas lockerer in feinen, fließenden Stoffen. Die spielerische Weite um die Knie ergibt sich entweder durch einen Volant oder durch eingesetzte Stoffdreiecke (Godets).

Casual-Line

Wenn an dir gerade Kleider um Hüfte und Bauch herum locker sitzen sieht das super aus. Und alles was um deine Hüfte locker schwingt wirkt feminin. Also nicht lange überlegen welches Kleid an dir gut aussieht, sondern einfach deine geraden Kleider in feinen Stoffen wählen.

Grafik zur H-Silhouette. Die horizontale Naht auf der Hüfte teilt das gleichmäßig gerade Kleid in einen längeren oberen und einen kürzeren unteren Teil.

Perfekt wenn die horizontale Naht Proportionen bewirkt die das Outfit langgezogen erscheinen lassen. (Wenn du Figurtyp2a bist musst du dafür groß genug sein.) Damit das „H“ authentisch bleibt sollte der untere Part länger als breit wirken, dazu brauchst du eine schmale Hüfte.

Stell dir die H- Silhouette mit leicht angekräuseltem, aber an den Seiten lotgerecht gerade fallendem Rockteil vor. Das ist eines deiner femininen Kleider! Aber auch ein gerade geschnittener Lederrock zum langen Pulli ergibt diese Silhouette. Und wenn das langgezogene Oberteil der Blazer zu deinem Geschäftsanzug ist, macht ein gerader Basic-Rock bzw. eine Hose mit gerade geschnittenem Bein deinen formellen, seriösen Auftritt komplett.

Grafik zur T-Silhouette. Knielanges, gerades Kleid in T-Shirt-Form.

Die pragmatisch sportive T-Silhouette passt gut zu Figurtyp2. Das klassische T-Shirt in Long-Version ist in allen Stoffen für dich ein lässiges und modisches Kleid. Achte nur auf den Ausschnitt und das der Stoff nicht beult. Sollte der klassische Rundhals bzw. das V-Neck nicht zu deinen Oberkörperproportionen passen wähle Polo-, Schlitz- und tiefe V-Ausschnitte. Magst du es nicht ganz so gerade, peppt ein Hüftgürtel die Silhouette auf.

Grafik zur Charleston-Silhouette. Hängerkleid, an der horizontalen Naht auf der Hüfte setzt ein Part mit lockeren Falten oder Fransen an.

Mit Kleidern in Charleston-Silhouette bist du für jeden Event gerüstet. Gerade von der Schulter herab, das sieht einfach und unkompliziert aus, so fabelhaft wie an dir sitzt es aber durchaus nicht an  allen Frauen. Nutze dein Alleinstellungsmerkmal, glänze im Charleston-Look.

Grafik zur T-Silhouette mit Gürtel. Knielanges T-Kleid mit Hüftgürtel..

Ziehst du gewebte Stoffe anstatt Jersey und Trikot für deine T-Kleider in Betracht bist du ganz schnell beim Kittel-, Kaftan- oder Bademantelstil. Eine herrlich unkonventionelle Kleidungsidee die genug Fläche für große Muster und opulent farbige Stoffe bietet.

Oversized-Line

Grafik zu Breit-Breit-Silhouette. Kastenförmiges, weites Oberteil zu knöchellangem, weitem Rock.

Genau genommen ist das keine Silhouette sondern eine Kombination. Damit „modische Spannung“ aufkommt hältst du dich am besten an das, was grundsätzlich für deine Kombinationen gilt.

Für Oberteile: vertikale Ausschnitte, feiner, fließender Stoff, gedeckte Farbigkeit.

Für Rock oder Hose: Stoff, Farbe und Muster exttavaganter als beim Oberteil frei nach deinem Geschmack.

Grafik zur Trapez-Silhouette. Weites, sich rundum zum Saum hin erweiterndes Kleid.

Die originale eigentlich überall einsetzbare A-Silhouettte verlangt nach einem schmalen Oberkörper, den hast du nicht. Die Trapez-Silhouette ist genauso vielseitig und umhüllt deinen Körper nach demselben Prinzip. Aus fließenden Stoffen fällt sie glockig und feminin, aus festeren Stoffen geometrischer, sachlicher.

Aber Vorsicht bei der „Hängerkleidchen-Variante“ die macht einen verspielten, mädchenhaften Eindruck, der eigentlich nicht dein Stil ist.

Long-Sized-Line

Kombis mit lang geschnittenen Oberteilen sind für Figurtyp2 und Figurtyp2a grundsätzich eine gute Idee.

Grafik zur zweiteiligen Meerjungfrau-Silhouette. Gerades, oberschenkellanges Oberteil zu kniekurzem schwingenden Rock.

In dieser Kombination kommt es auf den Rock an. Aus feinem Stoff darf er nicht auftragen, aber sein bewegliches Volumen soll er unter dem Oberteilsaum aufblitzen lassen. Man könnte auch geordnet über ungeordnet, fest über lose oder schwer über leicht sagen, Hauptsache das Oberteil ist lang genug.

Grafik zur Lang-Kurz-Silhouette. Gerades, oberschenkellanges Oberteil zu kniekurzem schmalen Rock.

Perfekt für Figurtyp2 und Figurtyp2a. Dazu sehr variabel: Konservatives zweiteiliges Kleid, flauschiger Cardigan zu bequemem Stretch-Rock oder flotte Kombi aus schmalem Lederrock zu geradem Longshirt. Die Aufzählung lässt sich bis zum Businesskostüm mit Longblazer erweitern. Die Silhouette passt prima, an dir liegt es jetzt dich für einen Stil zu entscheiden.

Grafik zur Psi-Silhouette. Langes weites Oberteil auf der Hüfte zusammengezogen. Enger Rock.

Unkompliziert und einen Hauch folkloristisch. Mit Rock sehr weiblich, mit Hose leger und casual. Das Oberteil ist im Vergleich zum Rock sehr voluminös und lang aber in Farbe und Muster zurückhaltend. Deine schlanke Hüfte wirkt darunter geradezu mädchenhaft diesem Eindruck wirkst du mit Kasten- oder Jeansrock entgegen.

Grafik zur Asymmetrie-Silhouette. Langes diagonal von Schulter bis Saum geteiltes Oberteil. Schräger Saum. .

Genau genommen betrifft die Asymmetrie nur den Schnitt, sie ist keine selbstständige Silhouette. Asymmetrie gliedert das Vorderteil der Länge nach. Diagonalen die sich idealerweise aus einem tiefen V-Ausschnitt ergeben reduzieren die Breite von Kleidern, Blusen, Jacken und strecken so geschickt deinen Oberkörper. Das ist für dich essentiell. Das verleiht dir gute Proportionen.

Ungewöhnliches

Mit zwei nicht allgegenwärtigen aber dafür kreativen Ideen möchte ich die Auswahl für dich beschließen.

Grafik zur Schürzen-Silhouette. Latz mit Trägern am geraden Rockteil.

Wie wäre es mit einem Kleid im Stil deiner Lieblings-Latzhose? Zur Schürzensilhouette gehören der Trägerlatz, große Taschen und Shirt , Bluse oder Pulli zum unterziehen. Das macht die Schürzen-Silhouette salopp, sportiv und jugendlich. Trägerkleider und Kleiderröcke sind für dich auch in  weniger rustikalen Stoffen eine extravagante Ergänzung deiner Garderobe.

Grafik zur O-Silhouette. Am Oberkörper noch gerade, dann ballonartig rund.

Das „O“ ist eineKleidersilhouette mit Potential in alle Richtungen. Als Sommerkleid, als Galadress, als Abwechslung am Schreibtisch. Für dich wird es besonders interessant wenn noch vertikale Details wie tiefe V-Ausschnitte, eine mittige Kellerfalte oder einzelne senkrecht verlaufende Streifen dazukommen. Wenn du Figurtyp2a bist musst du „groß“ sein damit dich das tiefsitzende Volumen nicht erdrückt.

Viel Spaß beim Auswählen und Entdecken wünscht dir deine Passt prima!-Expertin

Meine Unterschrift Ina

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